3. Delegationsreise

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 3. Delegationsreise: Weitere Hilfe für Suruç

Delegationsbericht der Delegation Ende Februar/Anfang März 2015

TeilnehmerInnen: Onur Murat Gürgöz, Ilkay Yilmaz, Hatun Metinoglu

Am 28. Februar 2015 reiste zum dritten Mal eine Delegationsgruppe von Kölner Helfen, einer Initiative von TÜDAY – Menschenrechtsverein Türkei/Deutschland e.V. und der KIME – Kinderhilfe Mesopotamien e.V., in die Krisenregion Suruç und Diyarbakir, in der gegenwärtig zehntausende von Flüchtlingen aus Syrien und Kurdistan-Irak untergebracht sind. Die Delegationsgruppe hat im Rahmen der 3. Soforthilfe eine Spende in Höhe von 15.000,- EUR (Details unter dem Punkt Nahrungsverteilung) in die Städte Suruç und Diyarbakir überbracht und sich vor Ort einen Überblick über die aktuelle Situation der kurdischen Flüchtlinge verschafft. Im Zuge unserer Delegationsreise haben wir auch zahlreiche Interviews mit kurdischen Flüchtlingen aus Kobane sowie Sengal geführt und diese aufgezeichnet.

Wie auch der internationalen Öffentlichkeit bekannt ist, sind seit einem knappen Jahr ca. 200.000 Menschen aus der Stadt Kobane/Syrien über die türkische Grenze hinweg in die Türkei geflohen.

Allein in Suruç/Urfa beläuft sich die Zahl der geflüchteten Menschen auf derzeit ca. 68.562 Menschen, während sich die Anzahl der Flüchtlinge in Urfa insgesamt auf 126.000 beläuft. Die kurdischen Flüchtlinge halten sich in der Türkei weiterhin nach den Anschlägen der IS-Terrormiliz am 15.09.2014 in den verschiedenen Flüchtlingslagern in der Türkei als auch in Privatunterkünften auf.

Wir sind als Delegationsteam zunächst in die Stadt Urfa gereist und wurden hier vom Menschenrechtsverein IHD, einer zivilgesellschaftlichen Menschenrechtsinstitution die türkeiweit vernetzt ist, empfangen. Nach Angaben der Verantwortlichen und des Vorsitzenden des Menschenrechtsvereins von Urfa wurde der von der Stadtverwaltung von Urfa geforderte Aufbau eines weiteren Lagers mit über 10.000 Kapazitäten für Flüchtlinge seitens der staatlichen Behörden verhindert.

Nun zu unseren Beobachtungen und einzelnen Stationen unserer Delegationsreise:

Das Krisenkoordinationsteam in Suruç/Urfa:

Das Krisenkoordinationsteam, welches unser Delegationsteam während des gesamten Aufenthaltes betreute und begleitete, ist ein Zusammenschluss von ehrenamtlichen der Stadtverwaltung Suruç, der Demokratiepartei des Volkes (HDP), des Demokratischen Volkskongresses (HDK), der Demokratischen Regionalpartei und des Solidaritäts- und Fördervereins von Rojava.

Die Aufgabe des Krisenkoordinationsteams besteht vornehmlich in der:

  • Sicherstellung über die aktuellen Bedarfe und Versorgungsstrukturen in den jeweiligen Bezirken, Dörfern und in den Flüchtlingslagern
  • Permanente Erstellung und Aktualisierung der Statistik über die Flüchtlingszahlen, inklusive der Statistiken zur Zu- und Abwanderung
  • Koordinierung der eingehende Hilfsgüter und weiterer Hilfen aus dem internationalen Raum

Weitere Zusammenschlüsse, Institutionen und Vereine im Zusammenwirken mit dem Krisenkoordinierungsteam in Suruc:

  • Support to Life (STL)
  • Concern
  • International MedicalCorps (IMC)
  • Danish Refugee Council ( DRC)

Diese Institutionen koordinieren gemeinsam die Bedarfe der Flüchtlinge in den Flüchtlingslagern sowie die der 25.000 Flüchtlinge, die derzeit in den Privatunterkünften untergebracht sind. Die Versorgung findet statt durch Lieferung von Kleidung, Nahrung und weitere Versorgungsbereichen wie Hygiene- und Kläranlagensysteme, Psychosoziale Betreuung u. ä. Des Weiteren wertet der Krisenkoordinierungsstab von Suruç die zugelieferten Hilfen der deutschen Bundesregierung und der Welthungerhilfe (WHO) gemeinsam aus und koordiniert diese.

Bedeutung der Ehrenamtlichen Arbeit

Nach Angaben und Gesprächen mit dem Krisenkoordinierungsstab ergab sich, dass eine in wenigen Monaten eingerichtete Gesamtversorgungstruktur ohne die vielen ehrenamtlichen Initiativen und Kapazitäten nicht möglich gewesen wäre. So haben die Ehrenamtler sowohl die Koordinierung der monatlichen Verteilung der Hilfsnahrung (Trockennahrung in Form von erstellten Nahrungspaketen je nach Bedarf der Familien), die Koordinierung und Verteilung der Bildungsmaterialien, der Koordinierung und Verteilung von Babynahrung als auch die Koordinierung und Verteilung von Bekleidungsartikeln, Elektrizitätsanlagen und Medikamenten übernommen haben. Die Zusammensetzung der Ehrenamtler war sehr vielfältig und bunt gewesen. Hierzu gehörten Frauen, Männer, Studenten und Jugendliche landesweit. Die Koordinierung des Einsatzes von Ehrenamtlichen unterliegt der Zuständigkeit des Krisenkoordinierungsteams.

Obwohl die Stadtverwaltung von Suruç nicht über ausreichende Hilfskapazitäten verfügt, konnte durch die internationalen Hilfen und die Vielzahl der ehrenamtlichen Kräfte die Versorgung der geflüchteten Familien aus Kobane größtenteils gesichert werden.

Die Dimension und Dynamik der Flüchtlingsbewegungen in der Türkei und die Dauerperspektive insbesondere der kurdischen Flüchtlinge weiterhin in der Türkei zu leben, setzt zweifelsohne eine gemeinsame Zusammenarbeit der staatlichen Behörden und der türkischen Regierung im Bezug auf die Koordinierung und Herstellung weiterer Versorgungsstrukturen voraus.

Die Verteilung der Flüchtlinge in Urfa und deren Gemeinden

Urfa Zentrum: 35.000 Flüchtlinge, Birecik: 12.000 Flüchtlinge, Siverek: 4.000 Flüchtlinge, Ceylanpinar: 600 Flüchtlinge, Hilvan 3.000 Flüchtlinge, Halfeti: 2.100 Flüchtlinge, Bozova: 4.000 Flüchtlinge, Suruç Zentrum: 22.797 Flüchtlinge, Lager in Suruç (1899 Zelte) 15.900 Flüchtlinge, Suruç Dörfer: 29.865 Flüchtlinge. Die Gesamtanzahl der Flüchtlinge in Urfa beläuft sich auf 126.262 Menschen.

Somit unterteilt sich die Siedlungssituation der Flüchtlinge in drei verschiedene Siedlungsformen: 1. Dörfer, 2. Bezirke in dem Stadtzentrum, 3. Flüchtlingslager, deren Versorgungsform auch jeweils auf drei verschiedene Arten aufgeteilt sind. Insgesamt gibt es 5 Flüchtlingslager (Rojava Lager, Kobane Lager, Arin Mirxan Lager und Kader Ortakaya Lager), die ihren Betrieb voll aufgenommen haben. Das 6. Lager in Külünce (in der Nähe von Akçakale) befindet sich zurzeit noch im Aufbau. Hier ist voraussichtlich die Einrichtung von 1000 Zelten in Planung.

Informationen über die Lager und Notunterkünfte der kurdischen Flüchtlinge

Lager Kobane, Lager Rojava und Lager Suphi Nejat:

Die Anzahl der Flüchtlinge in den Lagern und Notunterkünften verteilt sich wie folgt:

1.Lager Kobane:

Im Lager Kobane leben derzeit 1.600 Flüchtlinge, davon insgesamt 933 Kinder und Jugendliche zwischen 1-17 Jahren

Dieses Lager liegt zentral. In nur wenigen Gehminuten kann man von hier aus viele Institutionen und Einrichtungen ausgenommen des Krankenhauses erreichen.

2.Lager Rojava:

Hier leben 900 Flüchtlinge, davon insgesamt 474 Kinder und Jugendliche zwischen 1-17 Jahren.

Bezüglich der Hygienevorkehrungen und der Reinigungsarbeiten wurde hier eine Kommission gegründet, die hauptsächlich aus Flüchtlingen von Kobane zusammengesetzt ist. Der Boden der Zelte wurde komplett palettiert. Auch hier ist flächendeckend die Elektrizitätsversorgung und die Versorgung der einzelnen Zelte mit Heizkörpern gewährleistet. Jedoch gibt es hier Probleme mit der Grundversorgung bezüglich des Abflusses des Regenwassers.

3.Lager Suphi Nejat:

Die Gesamtanzahl der Flüchtlinge liegt bei 900, davon insgesamt 523 Kinder und Jugendliche zwischen 1-17 Jahren.

Dieses Lager wurde als erstes eingerichtet und in Betrieb gesetzt. Die Anzahl der hier aufgebauten Zelte inklusive der im Depot der alten Fabrik aufgebauten Zelte beläuft sich auf 100 Zelte, die Elektrizitätsversorgung sowie das Beheizungssystem in allen Zelten durch die Verteilung der Heizkörper ist gewährleistet.

Die durchschnittliche Anzahl der Familienmitglieder einer Familie beläuft sich auf mindestens 8 bis 15 Personen.

4.Lager AFAD:

Die Delegation hat sich mit dem Leiter des staatlichen AFAD Lagers ausgetauscht. Leider ist es uns als Delegation verwehrt geblieben, die einzelnen Lager und Familien, die in dem Lagern der AFAD untergebracht sind, zu besuchen und zu sprechen. Uns wurde mitgeteilt, dass wir hierfür eine gesonderte Genehmigung durch das Ministerium erhalten müssen.

Das Lager der AFAD ist am 25. Januar eröffnet wurden. Dieses Lager hat eine Kapazität von 35.000 Menschen, ist aber derzeit mit 11.000 Menschen belegt. Die Flüchtlinge erhalten Nahrungskarten und können hiermit in dem Lager selber einkaufen. Die wöchentliche Nahrungsunterstützung pro Person liegt bei 85 TL. 1200 Kinder besuchen hier Schulen. Die Löhne der Lehrer werden durch die UN sichergestellt. Zugleich befinden sich in diesen Camps auch Psychologen.

5.Lager Fidanlik in Diyarbakir:

Wir haben als Delegation auch das Fidanlik Lager in Diyarbakir besucht. In diesem Camp arbeiten 50 Personen kontinuierlich in einem Schichtsystem. Alle Bezirksverwaltungen unterstützen diese Lager. Insgesamt leben in diesem Lager 3750 Ezidische Kurden. Die Bewohner dieses Lagers erhalten Nahrungsmittel, dass Essen wird aber von den Familien selber vorbereitet. Die Ausgabe von Babynahrung und Milch geschieht unter ärztlicher Kontrolle. Für diese Flüchtlingsgruppe gibt es seitens der AFAD keinerlei Unterstützung. Interessant ist, dass in den Identitätskarten bzw. Ausweisen diese Menschen als ezidische Muslime ausgewiesen werden.

Bezirke:

Die Anzahl der in den insgesamt 9 Bezirken (Sarayalti, Yildirim, Cumhuriyet, Yenisehir, Aydin, Hürriyet, Dikili, Demokrasi) lebenden Flüchtlingen beläuft sich gemäß folgender Aufstellung auf:

Anzahl der Familien: 3755

Gesamtanzahl der Flüchtlinge: 22.797, davon 2732 Säuglinge und 7007 Kinder im Alter zwischen 5-15 Jahre.

Dörfer:

Die Anzahl der Dörfer in Suruç beläuft sich auf 200, wovon 150 von Flüchtlingen aus Kobane besiedelt ist. Die Koordinierung und Versorgung der Dörfer läuft über die gegründeten 5 Kommissionen, die monatlich jeweils die Hilfsgüter verteilen.

Nahrungsverteilung:

Die Nahrungsverteilung verläuft sowohl in den Dörfern als auch in den Bezirken einmal monatlich. Die Listen der bedürftigen werden jeden Tag aktualisiert. Sofern neue Familien dazu kommen, erhalten sie außer den monatlichen Hilfsgütern bei Ankunft ein Soforthilfepacket (5 Kg Kichererbsen oder Bohnen, 5 Kg Linsen, 5 Kg Reis oder Hartweizengrieß, 5 Kg Zucker, 5 Kg Tee und 10 Kg Mehl). Jedoch gilt diese Regelung nicht für die Lager, da hier nicht die Möglichkeit besteht selbst zu kochen, weil hier beim Kochen mit einem Gasherd ein erhöhtes Risiko des Brandes besteht. Die Versorgung der Zeltlager erfolgt über die Stadtverwaltung Van und die offene Tafel. Die Versorgung durch die türkische Hilfsorganisation Halbmond wurde hier auch gewährleistet. Nach Eröffnung des AFAD Camps wurde dieses jedoch unterbrochen. So erfolgt die Versorgung der Flüchtlinge auch durch die Unterstützung und Koordination der Vereinigung der Protestantischen Kirchen in der Türkei. Für die Brotversorgung wurde eine neue Bäckerei eröffnet, die gesondert für diesen Zweck errichtet wurde. Durch die nahezu einseitige Nahrung wie Bohnen, Hartweizengrieß, Nudeln, Kichererbsen und Nudeln entstanden insbesondere bei schwangeren Frauen gesundheitliche Probleme.

Im Frühstückspacket befinden sich folgende Nahrungsmittel: Zucker, Oliven, Marmelade, Honig und Butter.

Sowohl die Versorgung fürs Frühstück als auch die Versorgung für die weiteren Mahlzeiten ist jedoch insgesamt nicht ausreichend. Die Verteilung der Babynahrung erfolgt allerdings wöchentlich. Ein erhöhter Bedarf ist für die Babynahrung der 1. und 2. Gruppe zu verzeichnen. Es wird angedacht die Babynahrung auf Breinahrung nach dem 6. Monat umzustellen und hierfür eine eigenständige Babyküche zu errichten.

Die Delegation der Initiative kaufte von den mitgebrachten Spendengeldern für 10.000 EUR Babynahrung und für 5.000 EUR Nahrungsmittel.

Gesundheit:

Die Koordinierung der gesundheitlichen Versorgung erfolgt über den demokratischen Volkskongress und die Gewerkschaft im Gesundheitswesen. Diese Koordination hat sich insbesondere auf die Lager bzw. Notunterkünfte konzentriert. Hierin resultierte sich das Problem, dass die gesundheitliche Versorgung in den Dörfern und Bezirken nicht sichergestellt werden konnte. Ein Großteil der Bewohner dieser Camps bzw. Lagernotunterkünften waren zugleich bei AFAD (Staatliche Rettungs- und Hilfsorganisation) und dem Amt für Migrationsangelegenheiten registriert. Die registrierten Flüchtlinge hatten die Gelegenheit in staatlichen Krankenhäusern und Krankenstationen behandelt zu werden, jedoch waren die infrastrukturellen und ärztlichen Kapazitäten im Staatskrankenhaus von Suruç sehr eingeschränkt. Zugleich zeigen Schwierigkeiten für die Lagerbewohner von Kobane in der Anschaffung von Medikamenten, weil die Flüchtlingsfamilien größtenteils nicht in der Lage sind, finanziell den 20 %igen Eigenanteil für die Medikamente zu bezahlen. Insbesondere für die schwangere Frauen sah die gesundheitliche Versorgung ziemlich kritisch aus, weil sie finanziell gesehen keine Möglichkeiten für die Anschaffung von Medikamenten hatten bzw. haben.

Der Anteil von Menschen mit Behinderung liegt in den Lagern sehr hoch. Da in den Lagern und auch außerhalb der Camps das Reservoir von Rollstühlen und Stützen für Behinderte sehr unzureichend war, kann hier die Versorgung der Menschen mit Handicap nicht genügend sichergestellt werden.

Die öffentliche Erreichbarkeit der Krankenhäuser durch die in den Dörfern untergebrachten Flüchtlinge aus Kobani ist ebenso sehr schwierig. Die Flüchtlinge hier haben kaum die Möglichkeit durch öffentliche Verkehrsmittel die Krankenhäuser und Krankenstationen zu erreichen.

Bildung:

Der Bildungsbereich wird von einer weiteren Kommission sichergestellt. Die Infrastruktur für die Sicherstellung der Bildung ist zwar über die Kommission abgesichert, aber die Bildungsangebote werden durch die Lehrkräfte aus Kobane umgesetzt. Zielgruppe dieser Bildungsangebote sind Kinder zwischen 3 und 10 Jahren. Für die Alterskohorte zwischen 3 und 6 Jahren wurden Kindergärten und für die Alterskohorte 6-10 Jahren Schulen eingerichtet. In den Dörfern und Stadtbezirken gibt es derzeit keine ausreichende Versorgung im Bildungsbereich.

Frauenarbeit:

Die Frauenarbeit nimmt in den Lagern einen wichtigen Platz ein. So haben wir als Delegation in dem Lager Rojava das Frauenproduktionshaus „Mala Jinen Karker“ besucht und uns hier über die Aktivitäten der Frauen informiert. Gerade in diesem Frauenproduktionshaus wurden Kleider für Frauen, Kinder und Erwachsene hergestellt.

In diesem Frauenprojekt wird zugleich die psychosoziale Unterstützung für Frauen, Kinder und Familien angeboten.

Auch in dem Lager Arin Mirxan existiert ein Frauenlager. Hier findet neben der Produktion auch die Bildungsarbeit statt.

Psychosoziale Aktivitäten:

In diesem Bereich zeigt sich ein großer Mangel. Die Fraueninitiativen versuchen diesen Bedarf durch verschiedene Aktivitäten zu decken. Die von der Gesundheitskommission geführten Aktivitäten konzentrieren sich auf die Bereiche Bildung, Kindergärten, Kultur und Kunst. Diese Arbeit wird durch die Flüchtlingskommission von Dänemark unterstützt. Hier werden verschiedene Angebote für Mütter und Kinder durchgeführt. Durch die ehrenamtliche Arbeit der Familien und der Unterstützer werden Kinderspielplätze aufgebaut. Ebenso werden weitere Bildungsangebote für Kinder durchgeführt.

Die psychosoziale Unterstützung und Versorgung von Frauen, Kindern und Familien ist sehr eingeschränkt.

Zusammengefasst zeigt sich, dass die finanzielle Unterstützung seitens der Initiative Kölner Helfen in der Krisenregion Suruç und Kobane sehr wichtig ist und weiter fortgesetzt werden muss. Vor allem geht es darum, einerseits humanitäre Hilfen vor Ort zu ermöglichen und andererseits auch die Brücke zwischen den betroffenen kurdischen Flüchtlingen, die in Köln leben, und den kurdischen Flüchtlingen, die derzeit in der Türkei Zuflucht gefunden haben, herzustellen. Wichtig ist, dass die internationale materielle und immaterielle Unterstützung weiter fortgesetzt wird. Die neue Herausforderung konzentriert sich für viele Flüchtlingsfamilien aus Kobane darin, den Wiederaufbau der durch die IS-Terrormilizen zerstörten Stadt herzustellen und die sichere Rückkehr der Flüchtlinge in ihre Heimat zu unterstützen. Gerade im Kontext des Wiederaufbaus ist die internationale Unterstützung und nicht zuletzt die Unterstützung durch die internationale Gemeinschaft sehr ausschlaggebend. Köln als eine weltoffene und interkulturelle Stadt wird auch weiterhin durch die Initiative „Kölner Helfen“ einen Beitrag zur Unterstützung der kurdischen Flüchtlinge leisten. Wir werden durch weitere Aktivitäten, die Öffentlichkeit über die aktuellen Entwicklungen informieren und sensibilisieren.

Initiative Kölner Helfen

Initiative „Kölner Helfen“