Spendenaufruf für Afrîn

Veröffentlicht am Veröffentlicht in Afrin, Allgemein, Köln

 

        

                                              Initiative Kölner helfen

Die Initiative “Kölner helfen“ hat sich seit ihrer Gründung im September 2014 zum Ziel gesetzt, Menschen, die wegen Krieg, Zerstörung und Vertreibung Not leiden müssen, zu helfen. Seit ihrer Gründung hat die Initiative knapp 100.000 € Spenden eingenommen, welche je zur Hälfte für die Soforthilfe für Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak, als auch für das Schul- und Waisenhausprojekt „Alan’s Rainbow“ im nordsyrischen Kobanê eingesetzt wurden. Während der Bau des Waisenhauses und der Schule noch nicht abgeschlossen ist, und auch hierfür noch finanzielle Hilfe benötigt wird, bringen uns die Ereignisse in der Enklave Afrîn, westlich von Kobanê, erneut in eine Situation, in der wir als Initiative nicht tatenlos zusehen können:

Seit dem 20. Januar bombardiert die türkische Armee mit Hilfe von islamistischen Banden unter dem Deckmantel der “Freien Syrischen Armee“ den zur selbstverwalteten Demokratischen Konföderation Nordsyrien gehörenden Kanton Afrîn. Bei diesen Angriffen sind bisher über 200 Zivilisten, darunter viele Kinder und Frauen getötet worden und mehrere hundert Menschen wurden verletzt. Bewusst zerstört der türkische Staat zudem auch die Infrastruktur, wie etwa die Wasserversorgung, Krankenhäuser und Schulen. Tausende Menschen, unter ihnen viele Binnenflüchtlinge, die im Kanton Afrîn endlich eine sichere Zuflucht gefunden hatten, werden (ein weiteres Mal) zur Flucht gezwungen.

 

Leider schaut der Westen diesem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg des türkischen Staates nur tatenlos zu. Die kurdischen Volksverteidigungseinheiten der YPG und YPJ, die innerhalb der Demokratischen Kräfte Syriens die meisten Gebiete von den Barbaren des IS befreit und damit auch unsere Freiheiten und Werte verteidigt haben, werden, nachdem sie ihre Schuldigkeit getan haben, nun vom Westen fallen gelassen – zugunsten eines Bündnispartners, der im In- und Ausland Menschen, die nicht seine Sicht der Dinge teilen, bedroht, verhaftet und ermordet. Der Westen macht sich mit dieser Haltung unglaubwürdig und verrät all seine “Werte“, für die er in den Sonntagsreden immer einsteht. Anstatt den Angriff eines außer Kontrolle geratenen Diktators als solchen zu verurteilen, stimmt man stillschweigend zu. Deutschland leistet dabei sogar noch logistische und militärische Hilfe: Deutsche Panzer und andere Waffen, die natürlich dem NATO-Bündnispartner Türkei geliefert werden ‚mussten‘, werden nun in Afrîn auch gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt. Da sich die EU durch den Flüchtlingsdeal mit der Türkei zur Geisel Erdoğans gemacht hat, ist es mit der Schützenhilfe nicht getan. Nein, in seinem Auftrag werden Oppositionelle und Kurden auch in Europa verfolgt und kriminalisiert. Zudem wurde Kurden inzwischen sogar schon das Demonstrationsrecht hier in deutschen Städten entzogen, weil sie dieses Recht angeblich „verwirkt“ hätten – oder wurde sich hier wieder einmal dem Druck Ankaras gebeugt? Um wenigstens als Bürgerinnen und Bürger dieser unsäglichen Politik der Bundesregierung entgegenzuwirken, müssen wir unsere Stimme erheben und zeigen, dass wir dieser Haltung nicht zustimmen und eine klare Verurteilung der Angriffe und entsprechende politische Maßnahmen fordern!

Gleichzeitig rufen wir aber auch alle dazu auf, konkret den Menschen vor Ort in Afrîn, die unter dem Angriffskrieg der Türkei leiden, zu helfen. Wir möchten hiermit als Initiative auf bereits bestehende Spendenaufrufe hinweisen und legen Ihnen dabei drei Alternativen unter vielen nahe. Gerne können Sie auch an jede andere Organisation spenden, die den Menschen in Afrîn hilft. Im Anhang finden Sie den Aufruf des Vereins Pro Humanitate e.V., den Aufruf von medico international und Informationen zur Arbeit von WJAR (Stiftung der Freien Frau Rojava – unsere Partnerorganisation in Nordsyrien) finden Sie unter folgenden Links:

 

medico international: https://www.medico.de/tuerkische-offensive-medico-international-unterstuetzt-die-medizinische-nothilfe-in-afrin-16960/

WJAR: https://www.facebook.com/profile.php?id=100010222691091&lst=634198991%3A100010222691091%3A1520589599

 

 

 

Pro Humanitate e.V. medico international WJAR (Stiftung der Freien Frau Rojava)
Pro Humanitate e.V.

IBAN: DE78 3706 0193 0025 4350 28

BIC: GENODED1PAX

Pax Bank

Stichwort: Afrin/Rojava

medico international
IBAN: DE21 5005 0201 0000 0018 00
BIC: HELADEF1822
Frankfurter SparkasseStichwort: Nothilfe Rojava
Kurdistan Hilfe e.V.

IBAN DE40 2005 0550 1049 2227 04

BIC HASPADEHHXX

Bank: Hamburger Sparkasse

Stichwort: WJAR-Afrin

Wir würden uns freuen, wenn Sie für die notleidenden Menschen in Afrîn Hilfe leisten würden und danken Ihnen im Namen unserer Initiative und der in Afrîn lebenden Zivilbevölkerung!                                www.kölner-helfen.de