Schulen in Kobanê

Kölner helfen…Schulen in Kobanê

Im Herbst 2014 überfielen die Truppen der Terrororganisation IS (Islamischer Staat) u.a. die Dörfer des Kantons Kobanê sowie die gleichnamige Stadt.Fast ein Jahr zuvor hatten die hauptsächlich von Kurden bewohnten Teile in Nordsyrien, zu denen auch Kobanê gehört, zur Aufrechterhaltung der Versorgung der Bevölkerung eine basisdemokratische Selbstverwaltung in drei Kantonen aufgebaut.

Aufrufe der Kurden zur Unterstützung der Verteidiger/Innen Kobanê‘s und Unruhen in der Türkei aufgrund der unterlassenen Hilfeleistung durch den Nachbarn Türkei, lenkten schließlich die Aufmerksamkeit auch auf diesen Teil des Krisenherdes im Nahen Osten. Im Januar 2015 gelang es den kurdischen Truppen vor allem mit Hilfe der USA und deren Verbündeten, die Stadt gegen die Übermacht der IS zu befreien. Kobanê ist damit zu einem Symbol für den Widerstand gegen den IS geworden.

Mit dieser Befreiung war nicht nur die Heimat der geflüchteten Menschen verteidigt worden, sondern auch das demokratische Modell, was in seiner Art einzigartig im Nahen Osten ist. Ziel der Selbstverwaltung ist nicht die Abspaltung vom syrischen Staat, sondern die Versorgung und der Schutz der dort lebenden Bevölkerung. Die weitestgehende Stabilität, Einhaltung von Minderheitenrechten und Religionsfreiheit veranlasst viele Bevölkerungsgruppen in Syrien, aber auch Eziden aus dem Irak, in einem der drei Kantone Zuflucht zu finden.

Allerdings ist Kobanê im Verlauf der Belagerung durch den IS schwer zerstört worden. Zwar konnte die Zivilbevölkerung meist rechtzeitig vor dem IS flüchten, aber der Verlust von Hab und Gut und die Traumatisierung durch Krieg und Flucht ist allgegenwärtig, denn auch nach der Rückkehr können viele noch nicht in ihre Häuser zurück. Die Häuser sind zerstört oder noch unbewohnbar. Auch Minen und nicht detonierte Bomben verhindern den Zugang.

Auch wenn in Kobanê nun die Waffen schweigen und die Stadt nicht mehr in den Zeilen der Zeitungen zu finden ist, ist der Kampf ums Überleben für die Bewohner noch nicht vorbei. Kinder leiden besonders unter der Traumatisierung. Der Verlust der vertrauten Umwelt und eventuell auch von Familienangehörigen wirkt noch lange auf sie. Um möglichst schnell den Kindern wieder normale Rahmenbedingungen zu geben, ist ein zügiger Wiederaufbau u.a. des Bildungswesens unumgänglich. Derzeit kann in ca. 10 Schulen unterrichtet werden. Insgesamt gibt es allein in Kobanê-Stadt rund 12.000 schulpflichtige Kinder.

Daher wollen wir als Initiative „Kölner Helfen“ in einem nächsten Projekt unseren Beitrag zum Wiederaufbau des geordneten Schulbetriebs leisten. Bereits im Winter konnten wir Dank Hilfe von vielen spendenbereiten Bürgerinnen und Bürgern, den Spenden von Mitarbeitern der Stadt Köln und der Unterstützung des ehemaligen Kölner Oberbürgermeisters Roters mit insgesamt 45.000,- EUR den Flüchtlingen, die vor der IS aus ihren Siedlungsgebieten in Syrien und Nordirak flüchten mussten vor Ort helfen. Nach den Berichten des „Kobanê Wiederaufbau Komitees“ werden im Bildungswesen neben dem Bau von Schulen u.a. auch Schulmöbel, Unterrichtshilfen und Ausstattung sowie Unterrichtsmaterial dringend benötigt.

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, mit Spendeneinnahmen und Unterstützung städtischer Institutionen eine Schule in Kobanê zu bauen. Je nach Spendensituation behalten wir uns auch vor, die Spendeneinnahmen zunächst für die Finanzierung der Schulausstattung zu verwenden.
Unterstützen Sie unseren Aufruf als Privatperson oder Institution und leiten sie ihn weiter z.B. an den Förderverein Ihrer Schule, in Ihrem Bekanntenkreis oder in Ihrer Gemeinde.

Helfen Sie den Kindern in Kobanê!        Spenden Sie!       Machen Sie Schule wieder möglich!